| Hexenkräuter und geheimnisvolle Gehölze | |||||||||||||||||||
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| Stechapfel | Alraune | Bilsenkraut | Tollkirsche | ||||||||||||||||
| Holunder | Weide | Haselnuß | |||||||||||||||||
| Nachtschattenpflanzen wie Stechapfel , Alraune , Tollkirsche und Bilsenkraut zählte man zu den Hexenkräutern. Durch die Inhaltsstoffe Atropin , Hyoscyamin und Skopolamin haben diese Pflanzen berauschende , halluzinogene /psychoaktive Wirkungen | |||||||||||||||||||
| Stechapfel ( Datura ) | |||||||||||||||||||
| Alle Teile der Pflanze , besonders die Samen und Wurzel , sind giftig.
Im 18 Jhd. verwendete man die Blätter des Stechapfels vor allem zum Herstellen von Asthmazigaretten.Die Nebenwirkungen welche auftreten konnten waren u.a. eine Krampfneigung und hypnotische Zustände. Im Mittelalter war der Stechapfel ein Bestandteil der Hexensalben und Liebestränke. Schon eine ganz kleine Überdosierung bewirkt Lähmungserscheinungen des Parasympathikus , Halluzinationen und Unruhe.Über Krämpfe die sich mit Tiefschlafphasen abwechseln können kommt es zum Tod durch eine Lähmung des Atemzentrums. Schon alleine die Blüten wirken berauschend und betäubend. |
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| Alraune ( Mandragora )
Giftig ! Vor allem im Mittelalter als seltene und kostbare Pflanze mit starker magischer Ausstrahlung war die Alraune beliebt.Aus der Wurzel , die an die Gestalt eines Menschen erinnert wurden "Männchen" geschnitzt.Diese wurden sorgsam in ein Kästchen gelegt, welches dann an einem sicheren , geheimen Ort im Haus aufbewahrt wurde.So schützte dieses Männlein das Haus.An manchen Tagen wurde das Männlein aus dem Kästchen geholt und, meist in Wein, gebadet .Dann stellte man ihm Fragen welche es beantworten solle.Auch Reichtum und Glück sollte das Männlein bringen. Da die Wirkungen der Alraune denen der Tollkirsche ähneln, war auch diese Pflanze Bestandteil von Hexensalben. Die Alraune ist eine magisch starke Pflanze die das Gute sowie das Böse verstärken kann.Besonders bei Schutz-und Liebesritualen wird sie eingesetzt. |
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| Bilsenkraut ( Hyoscamus Niger )
Alle Teile der Pflanze sind stark giftig ! Das Bilsenkraut gehört zu den wichtigsten Hexenkräutern.Früher wurde es wegen seiner bewußtseinsereiternden und halluzinogener Wirkung in Flugsalben verwendet.Wahrsager/Seher versetzten sich mit Bilsenkraut in einen Trancezustand.Auch die Priesterin von Delphi soll ihre Prophezeiungen unter dem Einfuß von Bilsenkraut gemacht haben. Im Mittelalter wurde es als Betäubungsmittel bei Operationen eingesetzt , die Dämpfe von geräuchertem Bilsenkraut sollen gegen Asthma helfen. Besonders in der Stadt Pilsen versetzten einige Bierbrauer das Bier mit Bilsenkraut.In Verbindung mit dem Alkohol - und Hopfengehalt des Bieres kann man sich die Wirkung gut vorstellen.Noch während des Mittelalters wurde der Bilsenkrautzusatz im Bier verboten. |
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| Holunder ( Sambucus nigra )
Der Holunder war der germanischen Göttin Holder ( später Frau Holle ? ) gewidmet, der Beschützerin von Pflanzen und Tieren.Auch als Schutz gegen böse Geister und Blitze sah man ihn gern.Einen Holunder zu fällen galt als schwere Sünde, der Strauch wurde so geachtet das man sogar den Hut vor ihm zog. Die duftenden Holunderblüten werde in ganzen Dolden geerntet,gleich getrocknet und in dunklen Gläsern aufbewahrt.Hat dann einen mal eine Erkältung mit Fieber erwischt kocht man aus den Blüten einen Tee der besonders das Schwitzen bei Fieber verstärkt. 2 Eßl. der getr. Blüten werden mit 250 ml kochendem Wasser übergossen.10 Min. ziehen lassen und dann abseihen. Die frischen Blütendolden in Teig getaucht und in der Pfanne ausgebacken sind etwas besonderes. Aus dem Saft der reifen Beeren kocht man einen stark vitaminhaltigen Saft.Die ungekochten Beeren sind zwar eßbar, führen aber zu Übelkeit. Aus Holunderholz wurden auch Zauberstäbe gemacht , weil u.a. Holunder die Energien in besonderem Maße bündeln/lenken kann. Früher durften keine Möbel aus Holunderholz bestehen weil es sonst starkes Unglück bringen sollte. |
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| Weide ( Salix )
Bei den Kelten war die Weide das Symbol der Fruchtbarkeit und der Wiedergeburt der Natur.Auch als Hexenbaum galt und gilt die Weide.Wie aus Holunderholz werden auch aus Weide Zauberstäbe hergestellt.Das Verbrennen von Weide sollte Unglück bringen. In der Weidenrinde befindet sich der Wirkstoff Salicin ( eine Art Vorstufe der Salicylsäure im heutigen Aspirin ).Dieser Wirkstoff wurde gegen Fieber und Schmerzen verwendet.Dazu schneidet man abends die Rinde von mitteldicken Zweigen.1 Teel. der sehr fein geschnittenen Rinde erhitzt man in 1/4 l Wasser bis zum Siedepunkt.Dann läßt man die Rinde 10 Min. ziehen.Anschließend abseihen und bei Fieber oder Schmerzen 2-3 Tassen des Tees am Tag trinken. |
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